Архив рубрики: sonetten

Shakespeare in Music: Tikhon Khrennikov and Alla Pugacheva — Sonnet no. 40

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Shakespeare in Music: Mikael Tariverdiev — Sonnet

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Shakespeare in Music: Alla Pugacheva — Sonnet no. 90

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Shakespeare in Music: Evgeny Gramenitsky — Sonnet no. 8 in Russian

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Sonett 154 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Der kleine Liebesgott lag einst im Schlaf,
Die loh’nde Herzensfackel neben sich;
Ein keuscher Nymphenchor den Schläfer traf
Auf seinem Weg. Mit Händen, zimperlich,

Entwand die Schönste ihm den Feuerbrand,
Der so viel treue Herzen schon verzehrt:
So ward im Schlaf von jungfräulicher Hand
Der heißen Liebe Kriegesherr entwehrt.

Sie löscht den Brand in einem kühlen Quell,
Der Wärme von der Liebe Glut empfängt;
Zu einem Heilquell wandelt er sich schnell
Für Leidende. So kam ich her, bedrängt

Von Liebesnoth. Doch ob ich ewig bliebe,
Lieb’ wärmt wohl Wasser, Wasser kühlt nicht Liebe.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Sonett 153 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Cupido schlief, die Fackel neben sich:
ein Mädchen der Diana kam zur Stelle,
Ergriff des Liebesgottes Fackel, schlich
Davon und löschte sie in kühler Quelle.

Da ward die Quelle von der heil’gen Glut
Der Lieb’ erwärmt, und ist noch heut’gen Tages
Ein Heilquell, gegen böse Übel gut,
Gesucht, erprobt von Kranken jeden Schlages.

Doch neu entflammte den erloschnen Brand
Der Knab an Liebchens Augen und berührte
Mir so die Brust! Ins Bad ward ich gesandt,
weil ich im Herzen krank. Doch ach! ich spürte

Noch Heilung nicht! das Bad, das mir soll taugen,
Cupido’s Liebeszünder sind es – Liebchens Augen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Sonett 152 — Ferdinand Adolph Gelbcke

In Untreu hab’ ich Dich geliebet, wiß,
Doch Du brachst zweimal, was Du erst geschworen:
Der Eh’ Gelübt’, der neue Bund zerriß,
In neuem Haß ging neue Lieb’ verloren.

Doch schmäh’ ich Dich um zweier eide Bruch,
Der ich wohl zwanzig brach? O weh der Sünde!
Denn was ich schwor bei Dir, ist schnöder Trug
Und alles Lüge, was ich von Dir künde.

Du wärest gut und lieb, wärst treulos nicht,
Mit Eiden sagt’ ich’s aus; Dich zu verklären,
Schlug ich mit Blindheit meiner Augen Licht,
That, wenn sie sahn, als ob sie blöde wären.

So schwör ich, Du seist schön! o welche Lüge!
Sie zeiget meine Untreu zur Genüge.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Sonett 151 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Zu jung ist Lieb’ und weiß nichts von Gewissen,
Gewissen aber ist der Liebe Kind.
Drum Nachsicht, liebes Herz! Du solltest wissen,
Daß meine sünden Dein Verschulden sind.

Denn wie Du mich verführst, muß ich verführen
Mein edler Theil zu grober Sinnenschuld.
Die Seele reizt den Leib, ihn anzuschüren
Zur Glut der Liebe; blind vor Ungeduld

Ersteht das Fleisch, sobald Dein Nam’ erklungen,
strebt hin  zu Dir als Siegespreis und stellt
Sich willig Dir u Dienst, von Stolz durchdrungen,
Daß es an Deiner Seite steht und fällt.

Ist das gewissenlos, ich frage Alle,
Wenn ich für meine Liebe steh’ und falle?

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Sonett 150 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O, wer verlieh Dir diese Zaubermacht,
Die mir das Herz beherrscht, die Kraft zerbricht,
Zu Täuschern meine treuen Augen macht,
Mich schwören läßt, den Tag entstell’ das Licht?

Wo hast Du diese Sündenanmuth her,
In Deinen schlimmsten Thaten diese Kraft
Und Sicherheit, die ihnen soviel mehr
Als bessern Thaten meine Gunst verschafft?

Wie kommt’s, daß Du mir lieb und lieber bist,
Je mehr ich Grund zum Hasse an Dir seh’?
O, lieb’ ich gleich, was Andern schmählich ist,
Zu schmähen, was die Andern schmähn, verschmäh’!

Denn wenn Dein Unwerth Dich mich lieben ließ,
Nur würd’ger Deiner Liebe macht mich dies.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Sonett 149 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Ich liebte Dich, Du Unbarmherz’ge nicht,
Und bin doch wider mich mit Dir verschworen?
Mein eigner Quäler, Sklav’ in Deiner Pflicht,
Hab’ ich um Dich mich selber ganz verloren.

Wer haßte Dich und dürfte Freund mir sein?
Wem zürntest Du, und ich wär’ ihm ergeben?
Ha, grollst Du mir, so straf’ ich mich allein,
Ich mich allein mit Zittern und mit Beben.

Was wäre, das ich nicht zum Opfer brächt’
Was dünkte mir zu gut, um Dir zu dienen?
Mein Bestes selbst ist Deiner Mängel Knecht
Und unterthan dem Winke Deiner Mienen.

Doch hasse nur; ich weiß, wie Du gesinnt:
Du liebst nur Sehende, und ich bin blind.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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