Sonett 73 — Ferdinand Adolph Gelbcke

In mir magst Du die Zeit des Jahres sehen,
Da an den Büschen, ach! noch jüngst belebt
Von holden Sängern, bei des Nordwinds Wehen
Das dünngewordne, gelbe Laub erbebt;

in mir das Zwielicht, das zurück noch bleibet
Vom Tage, wenn die Sonn’ im Westen sinkt,
Bis unbemerkt die Nacht es auch vertreibet,
Die Alles, gleich dem Tod, zur Ruhe bringt.

In mir magst Du des Feuers Glühn erkennen,
Das auf der Asche seiner Jugend ruht,
Dem Lager, wo sich’s muß zu Tode brennen,
Verzehrt von dem, was erst genährt die Glut.

Das magst Du sehn, um brünst’ger zu erfassen
In treuer Liebe, was Du bald mußt lassen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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