Sonett 74 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Doch hadre nicht! Wenn jener harte Spruch,
Dem Jeder folgen muß, mich von Dir treibet,
So lebt in diesem Lied von mir genug,
das ewig als Erinnrung bei Dir bleibet.

Siehst Du’s, so siehest Du das wahre Theil
Von meinem Ich, das Dir geweiht gewesen;
staub geht zu Staub, dem er gehört, dieweil
Du Dir den Geist, mein besser Theil, erlesen.

So gäbst Du nur des Lebens Hefe hin,
Der Würmer Fraß, wenn dieser Leib hier stürbe,
der für des Mörders Dolchstoß kaum Gewinn,
Zu schlecht, daß Dein Gedächtniß darum würbe.

Was er enthält, das einzig ist sein Werth,
Und dieses ist’s, was sich Dir treu bewährt.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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