Sonett 75 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Was Brod dem Leben ist, was Frühlingsregen
Dem Erdreich, bist Du den Gedanken mein.
Um Deine Ruh’ muß solchen Streits ich pflegen,
Wienur der Geizhals um die Schätze sein,

Der bald mit ihnen prahlt, bald mit Entsetzen
Der Schlingen denkt, die seinem Gold gestellt:
So möcht’ ich mich an Dir bald heimlich letzen,
Bald Deiner mich erfreun vor aller Welt.

Bald trink’ ich ganz mich satt an Deinen Zügen,
Dann dürft’ ich ach! wie heiß nach einem Blick,
Und habe und begehre kein Vergnügen,
Als was Du gabst und geben kannst, mein Glück!

So hungr’ und schwelg’ ich Tag für Tag und muß
Bald Mangel leiden und bald Überfluß.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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