Sonett 76 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Was ist mein Lied so frei von jedem Stolze,
So feind dem Wechsel, der Veränderung?
was schnitz’ ich nicht einmal aus andrem Holze,
Such’ neue Art und neuer weisen Schwung?

Was kleid’ ich immer in denselben Rahmen
Die Bilder ein, und singe schlicht und stät
Dasselbe fort, bis endlich meinen Namen
Wie seinen Ursprung jedes Wort verräth?

O wisse, Lieb! ich mag von Dir nur singen,
Mein Thema seid ihr beide, Lieb’ und Du;
Dasselbe muß ich immer wiederbringen,
Ich stutz’ es nur mit neuen Worten zu.

Denn neu und alt, wie jedes Tages Licht,
Ist meine Lieb’ und alles, was sie spricht.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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