Sonett 77 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Wie Deine Reize schwinden, zeigt Dein Spiegel,
Die Sonnenuhr der Augenblicke Flug;
Auf diese leeren Blätter drück’ das Siegel
Von Deinem Geist, und hör’ wozu dies Buch:

Die Furchen, die Dein Spiegel treu copiret,
Gemahnen Dich an’s Grab, das stets bereit;
Es lehrt der Schattenschritt der Uhr: so führet
Der Augenblick die Zeit zur Ewigkeit.

Wohlan! was dem Gedächtniß leicht entschwindet,
Vertraue diesen Blättern, wo der Geist
Das wohlbehüt’te Kind dann wiederfindet,
Ein fremdes, das sich doch als seins erweist.

Wie oft Du darauf willst die Blicke kehren,
Dir wird es nützen und das Büchlein ehren.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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