Sonett 78 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Bei meinen Versen rief ich Dich so oft
Als Muse an und freundlich halfst Du mir,
Daß nun ein jeder Deine Hülf’ erhofft
Und seine Kunst beschützen läßt von Dir.

Dem Stummen sagten Deine Augen: sing’!
Schwerfäll’ger Dummheit liehn sie leichtern Flug,
Befiedern gelehrter Dichter Schwing’
Und machten edler das, was schön genug.

Doch stolzer sei auf meiner Leier Spiel,
Der ich durch Dich nur bin und leb’ aus Dir:
Den andern Sängern hilfst Du wohl am Stil
Und zierst das Künstliche mit neuer Zier;

Doch mir, dem Rohen, der durch Deine Gunst
Erst singen lernte, bist du selbst die Kunst.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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