Sonett 80 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O! wie mir aller Muth fehlt, Dir zu singen,
Seitdem ich weiß, daß Dir ein Andrer singt,
Der meine Zunge will zum Schweigen bringen
Und so Dich preiset, daß es weithin klingt.

Doch Deine Huld (dem Weltmeer zu vergleichen)
Trägt kleine Schiffe, wie sie große trägt:
So darf mein Schifflein auch die Flut bestreichen,
So gut wie seines, das sich stolz bewegt.

Das seichte Wasser wird mich Kleinen tragen,
Indessen er ob Deine Tiefe kreist,
Ein werthlos Bootlein ich, gar leicht zerschlagen,
Ein stolz Gebäude er, das Jeder preist.

Nun – schwimm’ er stolz! und fall’ ich denn in Scheiter,
An meiner Liebe scheitert’ ich – was weiter!

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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