Sonett 81 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Ob ich das Epitaph Dir werde schreiben,
Ob Du noch lebst, wenn ich zerfiel in Staub
Dein Angedenken soll auf Erden bleiben,
Wird auch das meine des Vergessens Raub.

Unsterblich Leben soll Dein Name haben,
Starb ich auch, einmal todt, auf immer ab;
in jedem Auge liege Du begraben,
Indeß gemeine erde nur mein Grab.

Dein Denkmal seien meine holden Lieder,
Noch unerschaffner Augen einst’ge Lust!
Im Mund der Nachwelt tönen sie noch wieder,
Wenn, was da athmet, längst hinweg gemußt.

Sollst leben noch (mit meinem Lied im Bunde),
Wo Athem athmet, — in der Menschen Munde.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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