Sonett 83 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Daß Deine Schönheit noch der Schmink’ entbehrte,
Bemerkt’ ich nie, drum strich ich sie nicht an;
Ich fand – ich glaubte – unter Deinem Werte
Sei alles, was ein Dichter bieten kann.

So war ich schläfrig denn in Deinem Lobe,
Damit Du durch Dich selber Zeugniß gäbst,
Wie schwach sich jeder Stil an Dir erprobe,
Der Du Dich über jedes Lob erhebst.

Nun willst Du meines schweigens wegen grollen,
Das doch der beste Ruhm ist, den ich hab’.
Die Schönheit kränkt’ ich nicht; die Andern wollen
Ihr Leben leihn und schaufeln nur ihr Grab.

Mehr lebt in einem Deiner Augenlichter,
Als preisen können Deine beiden Dichter.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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