Sonett 84 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Wer sagt am meisten? Wer lobt mehr als ich,
Indem ich sage: Du bist Du allein?
Darin liegt alles, und es fraget sich
Nur noch, wer soll nach Dir gemessen sein.

Der Griffel wäre doch zu arm fürwahr,
Der seinen Stoff nicht etwas schmücken könnt’:
Doch wer von Dir erzählt und schildert wahr,
Hat seinem Werk den schönsten Ruhm gegönnt.

Copieren soll er Deines Wesens Schrift,
Nicht decken, was Natur so licht erschuf,
Und wenn er dann nur gut die Züge trifft,
So kommt sein Stil zu wohlverdientem Ruf.

Du selbst nur wahst nicht Deines Heiligthumes:
Läßt rühmen Dich auf Kosten Deines Ruhmes.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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