Sonett 85 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Bescheiden stehet meine Mus’ und schweigt,
Indeß Dein Lob, so reichlich zugetheilt
Von goldnen Kielen, hoch und höher steigt
In Phrasen, die der Musen Hand gefeilt.

Ich denke gut, die Andern schreiben gut,
Und gleich dem Sakristane ruf’ ich Amen!
Nach jeder Hymne, welche kund mir thut
Den seinen Geist in wohlgefügtem Rahmen.

Wenn ich Dein Lob vernehm’, ist meine Red’:
„Ja, ja!“ und thu’ noch etwas zu von meinem;
Doch enk’ ich’s nur, denn meine Liebe steht
An Worten Jedem nach, an Glut nur Keinem.

So schätz’ die Andern um der Worte Hauch,
Um stummes Denken mich, — das redet auch.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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