Sonett 86 — Ferdinand Adolph Gelbcke

War’s seiner großen Verse prächt’ger Troß,
Mit welchem er um Dich, mein Kleinod, warb,
Der all mein Denken im Gehirn verschloß,
So daß er schier im Mutterleibe starb?

War es sein Geist dem Geister zugesteckt
Geheimen Zauber, der mich stumm gemacht?
Nein, nicht sein Geist hat meinen Vers erschreckt,
Noch jene, die ihm halfen in der Nacht.

Nicht er, nicht jener Hausgeist, der voll Huld
Allnächtlich ihn mit seinem Wissen speist,
Rühm’ sich, daß er an meinem Schweigen schuld;
Ich habe keine Angst, vor keinem Geist.

Doch seit er Dich in seinen Versen hat,
Fehlt mir der Stoff, und meine wurden matt.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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