Sonett 87 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Leb’ wohl, zu köstlicher Besitz für mich !
Du kennst zu gut nun Deine Würdigkeit;
Die Größe Deines Werths entbindet Dich,
Mein Recht an Dir war nur ein Recht auf Zeit.

Du warest mein, so lang es Dir gefiel;
Doch war ich jemals solches Schatzes werth?
Verdienst dazu besaß ich nicht so viel,
Muß lassen ihn, wird er zurückbegehrt.

Als Du Dich gabest, hast Du Dich geirrt,
Dich selbst geringer, höher mich geschätzt;
Was Irrthum gab, die schöne Gabe, wird
Von beßrem Urtheil mir entrissen jetzt.

Ich hatte Dich, — es war ein Schmeicheltraum –
Im Schlaf ein König ich – nun alles Schaum.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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