Sonett 88 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Gefällt es Dir, vor spöttischen Gesellen
Zu schmälern mein Verdienst, beliebt Dir Hohn,
So will ich mich auf Deine Seite stellen
Und für Dich zeugen, ob Du treulos schon.

Denn meine Schwächen kenn’ ich selbst am besten,
So helf’ ich Dir und überzähl’ Dich noch,
Erzähl’ ich meine heimlichsten Gebresten.
Verlierst Du mich dann auch, Dich ehret’s doch.

Und dabei ist kein Schaden, — ich gewinne:
Denn all mein liebend Denken zielt nach Dir,
Und was ich so zum Nachtheil mir beginne,
Ist, weil Dein Vortheil, doppelt Vortheil mir.

Denn so bist Du mir lieb, bin ich Dein Knecht,
Daß Unrecht mich nicht schmerzt, hast Du nur Recht.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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