Sonett 89 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Sag’, daß Du mich um irgend ein Vergehen
Verstießest, — ich beweise die Beleid’gung.
Sag’, ich sei lahm, und ich will stille stehen
Und gegen Dich nicht denken an Vertheid’gung.

Nicht halb so schlecht kannst Du mit mir verfahren,
Wenn Du versuchst, die Untreu weiß zu brennen,
Als ich mit mir. Ich will mich so gebahren,
Wie Du nur wünschen kannst; will Dich nicht kennen,

Dir nicht begegnen, und aus meinem Munde
Verbannen Deinen Namen, denn er könnte
Ja leiden, und die Welt erhielte Kunde
Von alter Freundschaft, die Dein Herz mir gönnte.

Kampf wider mich für Dich gelob’ ich hier!
Denn was Du haßt, ist nicht geliebt von mir.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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