Sonett 90 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Wenn Du mich hassen willst, so thu’ es jetzt !
Jetzt, wo die Welt sich wider mich verbunden.
Geselle Dich dem Unglück, das mich hetzt,
Doch warte nicht, bis ich erst Ruh’ gefunden.

Ach, wenn mein Herz entronnen diesem Schlag,
Folg’ dem besiegten Feind nicht auf dem Fuße,
Laß nicht auf Sturmnacht folgen Regentag,
Nicht überschütte mich mit spätem Gusse.

Willst Du verlassen mich, thu’s nicht zuletzt,
Nachdem mir kleines Leid die Kraft zerschlagen;
Im ersten Anlauf sei der Schlag versetzt,
Des Schicksals schrecklichster, — ich muß ihn tragen.

Dann, Liebe, wird mir, muß ich Dich beweinen,
Ein jedes andre Leiden nichtig scheinen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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Shakespeare in Music: Alla Pugacheva — Sonnet no. 90 in Russian

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