Sonnet 93 — Ferdinand Adolph Gelbcke

So wär’ es möglich, daß ich treu Dich glaubte,
Betrognem Gatten gleich, und Dieine Lieb’
Im Angesicht noch säh’, die längst geraubte,
Wenn nur Dein Blick mir, nicht Dein Herz mir blieb.

Denn Haß kann nie aus Deinen Augen strahlen,
So täuscht’ ich über Deinen Wandel mich;
In manches Blickes düsterm Leuchten malen,
Im Zug der Brau, des Herzens Tücken sich:

Doch zu der holden Liebe Sitz erklärte
Dein Angesicht die gütige Natur;
Was für Gedanken Deine Brust auch nährte,
Die Blicke strahlen sanfte Anmuth nur.

Wie Eva’s Apfel schön ist Dein Gesicht,
Selbst wenn Dein Werth dem Aussehn nicht entspricht.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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