Sonett 96 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Die sagen tadelnd: Du seist jung und leicht!
Die lobend: Du seist leicht, das steh’ der Jugend!
Doch Alle sind Dir hold und wohlgeneigt,
Denn jeder Fehler wird an Dir zur Tugend.

Den falschen Stein an einer kön’gin Hand
Läßt Jedermann für einen echten gelten.
So werden Deiner Mängel selbst erkannt
Als Zierden noch, und niemand mag Dich schelten.

Hätte der Wolf des sanften Lammes Blick,
Wie viel der Lämmer würd’ er dann zerreißen!
Und übtest Du Dein unheilvoll Geschick
So recht, wer widerstände solchem Gleißen?

Doch thu’ es nicht! So lieb’ ich Dich, daß Du
Ganz mein bist und Dein guter Ruf dazu.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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