Sonett 97 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Entfernt von Dir, des flücht’gen Jahres Lust,
Wie winterlich ist Alles mir erschienen!
Wie dunkel! Wie durchzog mir’s kalt die Brust,
Wie sah mich Alles an mit Eisesmienen!

Und dennoch war es holde Sommerzeit;
Dann kam der schwangre Herbst, so reich an Gaben,
Der trug die Frucht des Sommers unterm Kleid,
Wie eine Gattin, die den Mann begraben.

Und vaterlose Frucht schien alles mir,
Geborne Waise, was die Felder bringen;
Denn Lust und Sommer weilen nur bei Dir,
Und bist Du ferne, wird kein Vöglein singen.

Und singen sie, so ist’s ein Lied der Trauer,
Das Laub erbleicht davor im Winterschauer.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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