Sonett 103 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O weh! wie ärmlich mein Gesang erschallt,
Und könnte doch den höchsten Ruhm erlangen!
Mein Gegenstand allein hat mehr Gewalt,
Als wenn ich ihn mit meinem Lob behangen.

O zürne nicht, daß meine Leier schweigt!
Schau in den Spiegel, sieh die holden Züge,
Dies Angesicht, das Alles übersteigt,
Was preislich ist, — wie thät’ ich dem Genüge?

Wär’ es nicht Sünde, wollt’ ich, was so hold,
Noch schmücken, und verhüllt’ es nur mit Schleiern?
Denn Andres hat mein Reim ja nie gewollt,
Als Deine Anmuth, Deine Gaben feiern.

Viel mehr als meine Verse sagen,
Sagt Dir Dein Spiegel, willst Du ihn befragen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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