Sonett 104 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Für mich, geliebter Freund, wirst Du nicht alt;
So schön Du warst, als ich zuerst Dich fand,
Scheinst Du noch immer. Dreimal ward dem Wald
Das Sommerlaub entpflückt von Winters Hand;

Drei holde Lenze wandelte das Jahr
In gelben Herbst, der heiße Junimond
Versengte dreimal, was April gebar,
Seit ich Dich blühen seh’, — Du bliebst verschont.

Ach, — doch unmerklich wie der Schatten auf
Der Sonnenuhr, stiehlt Schönheit weiter sich:
Auch Deine stehet wohl nicht still im Lauf
Und schwindet, nur bemerkst mein Aug’ es nicht.

Drum Nachwelt höre dies: Eh’ Du geboren,
Fand Schönheit schon den Tod, der ihr geschworen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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