Sonett 108 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Was Hirn erdenken, Dinte schreiben kann,
Das hat mein treuer Sinn dir hingeschrieben.
was sag’ ich mehr, was führ’ ich weiter an,
Das Deinen Werth verkünde und mein Lieben?

Nichts, süßes Herz! Und doch, wie ein Gebet,
Muß ich dasselbe immer wieder sagen,
Als wär’ es neu: Ich Dein, Du mein! Denn stät
Und treu Dir blieb ich seit so langen Tagen.

So achtet Liebe, ewig frisch und jung,
Der Jahre Staub und Ungebühr mit nichten;
Sie weicht nicht vor des Alters Schädigung,
Es selber muß ihr Pagendienst verrichten.

Wo Zeit und Äußres sie als Todte malen,
da wird sie in des Mittags Höhe strahlen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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