Sonett 109 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O sage nicht, daß ich durch Untreu fehle,
Weil Trennung scheinbar dämpfte meine Glut;
Eh’ schied ich mich von mir, eh’ meine Seele
Ich ließe, die in Deinem Busen ruht.

Da ist mein Liebeshaus; dort, gleich dem Wandrer,
Der lang umherzog, kehr’ ich wieder ein
Zu rechter Zeit, nicht durch die Zeit ein Andrer;
das Wasser bring’ ich selbst und wasch mich rein.

Und wenn ich auch der ganzen Menschheit Schwächen
In mir vereinte, glaube doch, so sehr
Würd’ es an Klugheit nimmer mir gebrechen,
Daß feil um Nichts das höchste Gut mir wär’.

Denn nichts gilt mir die Welt, nichts außer Dir
Du süße Rose, Alles mir in ihr.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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