Sonett 111 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O! schilt Fortunen, die mich so verstieß,
Die schuld’ge Gottheit meiner schlimmen Thaten,
Daß sie mich auf den Markt des Lebens wies,
Wodurch auch meine Sitten frei gerathen.

Ja! Daher kommt sie, die mich drückt, die Schmach:
Wie eines Färbers Hand, so zeigt mein Wesen
Des Stoffes Farb’, in dem ich schaffe. – Ach,
Bedaure mich und wünsch’, ich wär’ genesen.

Indeß will ich, geduldiger Patient,
Heiltränkchen schlucken gegen die Beschwerde,
nicht fürchten, ob es bitte schmeckt, ob brennt,
Noch Doppelqual, daß Beßrung besser werde.

Bedaure mich nur, Lieb, und sei gewiß,
dein Mitleid schon heilt meine Kümmerniß.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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