Sonett 125 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Was wär’s, wenn ich den Baldachin Dir trüge,
Dem äußern Scheine gäb’ die äußre Ehre,
Für Ewigkeiten plante, und nicht früge,
Ob, was ich mühvoll baut’, auch bleibend wäre?

Ach! die auf Gunst und Außerliches bauten,
Verarmte hoher Zins; den reinen Duft
Der blume gaben sie für schlechtgebrauten,
Ihr Glück, die Thoren, für ein Bild der Luft!

Nein! laß mich still in Deinem Herzen leben,
Nimm an mein Opfer, ärmlich, aber frei,
Ohn’ Arglist dargebracht, ohn’ andres Streben,
Als daß der Liebe Tauschpreis Liebe sei.

Hinweg, Verleumder! eine treue Seele
Verachtet Dich, ob auch Verdacht sie quäle.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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