Sonett 132 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Ich liebe Deine augen, die, als ob
Sie wüßten, daß Dein Herz mich grausam quält,
Mein Leiden sähn und trauerten darob,
Zum Kleide sich die schwarze Farb’ erwählt.

Und wahrlich! nicht die Morgensonne ziert
Des kühlen Ostens graue Wangen mehr;
Der Stern, der uns herbei den Abend führt,
Verschönt den sanften Westen nicht so sehr,

Als diese Traueraugen Dein Gesicht.
O, trauerte Dein Herz auch, wie es sollt’,
Um mich! denn Trauer, wiß, entstellt Dich nicht;
In Allem zeige mir Dein Mitleid hold:

Dann schwör’ ich, Schönheit selbst sei schwarz, und was
Nicht Deine Farbe trägt, gemein sei das.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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