Sonett 141 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Fürwahr, nicht meine augen lieben Dich,
Die mancherlei an Dir zu tadeln fänden;
Mein Herz, rotz ihres Tadels, liebt für sich,
Was sie auch sehn, es muß zu Dir sich wenden.

Nicht Deiner Stimme Laut entzückt mein Ohr,
Nicht reizt mein zart Gefühl ein rauh Berühren,
Nicht stellt Geschmack, Geruch sich’s himmlisch vor,
Mit Dir ein Fest der Sinne aufzuführen.

Doch weder Witz noch Sinne sind im Stand,
Ein närrisch Herz aus Deinem Dienst zu wenden,
Das, selbstvergessen, nur an Dich gebannt,
Als Deines stolzen Herzens Sklav’ will enden.

Nur darin dünkt Gewinn mein Leiden mir,
Daß beides, Sünd’ und Buße, kommt von Dir.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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