Sonett 147 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Dem Fieber gleich ist meine Lieb’, erpicht
Auf Alles, was die Krankheit unterhält;
Verbotne Nahrung, andre will sie nicht,
Nur die ist’s, die dem kranken Gaum gefällt.

Vernunft, der Arzt der Liebe, ärgerlich,
Daß seine Vorschrift er befolgt nicht sah,
Verließ mich, und so lieg’ verzweifelnd ich,
Den Tod ersehnend, ohne Hülfe da;

Und ohne Hoffnung, ohne Arzenei,
Von steter Unruh toll und rasend fast,
Mein Denken, Reden – eitel Faselei,
Die um die Wahrheit irrt, und nie sie faßt.

So schwör’ ich, Du seist schön und hold und licht,
Und doch sind Nacht und Hölle schwärzer nicht.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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