Sonett 151 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Zu jung ist Lieb’ und weiß nichts von Gewissen,
Gewissen aber ist der Liebe Kind.
Drum Nachsicht, liebes Herz! Du solltest wissen,
Daß meine sünden Dein Verschulden sind.

Denn wie Du mich verführst, muß ich verführen
Mein edler Theil zu grober Sinnenschuld.
Die Seele reizt den Leib, ihn anzuschüren
Zur Glut der Liebe; blind vor Ungeduld

Ersteht das Fleisch, sobald Dein Nam’ erklungen,
strebt hin  zu Dir als Siegespreis und stellt
Sich willig Dir u Dienst, von Stolz durchdrungen,
Daß es an Deiner Seite steht und fällt.

Ist das gewissenlos, ich frage Alle,
Wenn ich für meine Liebe steh’ und falle?

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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