Sonett 68 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Dein Antlitz dient als Muster frührer Tage,
Da Schönheit lebt’ und starb wie Blumen jetzt,
Eh’ Asterschönheit von dem heut’gen Schlage
Frech auf lebend’ge Stirnen sich gesetzt;

Eh’ man die Gräber ihres Rechts beraubte,
Der Todten goldne Locken scheeren ließ
Zu zweitem Sein auf einem zweiten Haupte,
Eh’ man sich spreizt’ in todter Schönheit Vließ.

In Dir erscheint der alten Zeiten Glaube
Und Treu’ noch einmal, einfach Du und wahr,
Du machst uns Sommer nicht mit fremdem Laube
Und plünderst Niemand, stellst Du schön Dich dar.

Als Muster hob Natur Dich auf; gewahren
Soll falsche Kunst, wie Schönheit war vor Jahren.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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