Sonett 69 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Das, was an Dir der Menschen Auge schaut,
Kann der Gedanke selbst nicht schöner denken;
Die seele fühlt’s, die Zunge preist es laut,
Und selbst der Feind muß ihm Bewundrung schenken.

So wird dem äußern Reiz die äußre Ehr’;
Doch die Dir so, was Dir gebühret, geben,
Vernichten dieses Lob, indem sie mehr,
Als leiblich Auge sieht, zu sehen streben.

Nach Deiner Seele Schönheit spähn sie auch,
Ausbeutend Deine Thaten, und der schuft’gen
Gedanken Späh’, nicht billig wie ihr Aug’,
Macht Deine schöne Blüth’ zur übelduft’gen.

Du wächst zu wild, und so erklär’ ich’s leicht,
Daß der Geruch dem Augenschein nicht gleicht.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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