Sonett 70 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Was kann Dir’s schaden, ob man Dich auch schmähe,
Das Beste ist’s, wonach Verleumdung greift.
Verdächt’gung schmückt die Schönheit, wie die Krähe
Den Himmel, wenn sie durch das Blau hinstreift.

Sei gut, und wenn Dich auch Verleumdung plaget,
Harr’ aus, Dein Werth ersteht in lichterm Schein;
Des Lasters Wurm, man weiß es ja, benaget
Die schönste Knospe gern, und Du bist rein.

Du fielst nicht in der Jugend Hinterhalte,
Wardst nicht bestürmet oder – siegtest ob;
Doch wie gewaltig auch Dein Lob erschallte,
Den Neid zu fesseln, das vermag kein Lob.

Würde Verdächtigung Dein Bild nicht schwärzen,
So wärst Du Herrscher über alle Herzen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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