Sonett 71 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Nicht länger, wenn ich todt bin, wolle klagen
Um mich, als Du vernimmst der Glocke Ton,
Die dumpf erschallet, um der Welt zu sagen,
Daß ich sie floh und nun bei Würmern wohn’!

Und liest Du diese Zeilen, so gedenke
Nicht dessen, der sie schrieb; so lieb’ ich Dich,
Daß ich Dir willig solch Gedenken schenke,
Erwäg’ ich, daß Du klagen wirst um mich.

Nein, wahrlich! bin ich einst in Staub zerfallen,
Und Du betrachtest dieses Lied, das blieb,
Laß meinem Leben sterb’ auch meine Lieb’.
Sonst forscht die kluge Welt nach Deinen Thränen,
Und lachet Dein, sieht sie nach mir Dich sehnen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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