Sonett 72 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Damit die Welt Dich nicht zu sagen zwinge,
Weswegen Du mein Angedenken hegst,
Vergiß mich ganz! Unwürdig und geringe
Ist mein Verdienst, wenn Du’s zu Tage legst.

Du müßtest denn mit tugendhafter Lüge
Mehr sehen wollen, als sich wirklich fände,
Mich schwerer wägen, als ich wirklich wiege,
Und als die karge Wahrheit zugestände.

Damit nun Liebe nicht zum Fälscher werde,
Und Du nicht unwahr sprichst aus Lieb’ zu mir,
Senk’ meinen Namen mit dem Leib in Erde,
Nicht leb’ er fort zur Schande mir und Dir.

Ich schäme dessen mich, was ich vollbringe,
So traure nicht darum, es ist geringe.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

English Text
Italian Translation
Russian Translation
French Translation
Dutch Translation
Spanish Translation
Ukrainian Translation
Portuguese Translation

Sonnets in English
Sonnets in Russian
Sonnets in German
Sonnets in Italian
Sonnets in Spanish
Sonnets in French
Sonnets in Ukrainian
Sonnets in Portuguese
Sonnets in Dutch

Добавить комментарий

Ваш e-mail не будет опубликован. Обязательные поля помечены *