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Sonett 142 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Lieb’ meine Sünde, Deine Tugend Haß,
Haß meiner Sünde, weil ich sündig liebe!
Du wägest mich nach Dir: so mein’ ich daß
An meiner Liebe nichts zu tadeln bliebe.

Zum wenigsten von Deinen Lippen nicht,
Die öfter als die meinen sich entehrten,
Der Liebe Bund beschwören wider Pflicht
Und von der Frucht des fremden Gartens zehrten.

Soll sünd’ger meine Lieb’ als Deine sein,
Wenn sie um Andre buhlt und flieht mich Armen?
O, pflanz Erbarmen in Dein Herz hinein,
Dann wird auch Dir erbarmen für Erbarmen.

Doch wenn Du forderst, und willst selbst versagen,
So wird man Dich mit Deinen Waffen schlagen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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