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Sonett 146 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Du arme Seele, Mittelpunkt dem Staub,
Dem sündigen, und doch sein Narr und Fröhner!
Was darbst Du drinnen, wirst des Hungers Raub
Und schmückt das Haus von außen schön und schöner?

Warum für kurze Frist verschwendest Du
Auf dies gebrechliche soviel der Habe?
Fällt es als Erbtheil nicht den Würmern zu?
Sinkt nicht Dein Leib mit seiner Pracht zu Grabe?

Drum, Seele, leb’ auf Deines Knechts Verlust
Und laß ihn darben, daß Dir’s besser gehe;
Erwirb dir Himmelsreht für Sinnenlust,
Nähr’ innen Dich, auf Außenpracht nicht sehe.

Verzehr’ den Tod, daß er Dich nicht verzehr’!
Ist todt der Tod, so giebt’s kein Sterben mehr.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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