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Sonett 148 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Ach! was für Augen setzte Lieb’ mir ein,
Auf deren Treu ich kann so wenig bauen!
Wie? oder sollte schuld mein urtheil sein,
Das falsch entscheidet, wo sie richtig schauen?

Ist schön, was meine Augen staunend sehn,
Was meinen Andre denn, daß es nichts tauge?
Und taugt es nichts, muß Liebe nicht gestehn,
Daß Andrer Auge schärfer als ihr Auge?

Doch wie auch säh’ ihr Auge wohl so scharf,
Das Wachen schwächt und allzu häuf’ge Zähren!
Kein Wunder, daß ich ihm nicht trauen darf,
Zum Sonnenblick muß erst die Luft sich klären.

Arglist’ge Liebe, machst mich blind durch Thränen,
Daß ohne Fehl Dich meine Augen wähnen.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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