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Sonett 149 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Ich liebte Dich, Du Unbarmherz’ge nicht,
Und bin doch wider mich mit Dir verschworen?
Mein eigner Quäler, Sklav’ in Deiner Pflicht,
Hab’ ich um Dich mich selber ganz verloren.

Wer haßte Dich und dürfte Freund mir sein?
Wem zürntest Du, und ich wär’ ihm ergeben?
Ha, grollst Du mir, so straf’ ich mich allein,
Ich mich allein mit Zittern und mit Beben.

Was wäre, das ich nicht zum Opfer brächt’
Was dünkte mir zu gut, um Dir zu dienen?
Mein Bestes selbst ist Deiner Mängel Knecht
Und unterthan dem Winke Deiner Mienen.

Doch hasse nur; ich weiß, wie Du gesinnt:
Du liebst nur Sehende, und ich bin blind.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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