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Sonett 152 — Ferdinand Adolph Gelbcke

In Untreu hab’ ich Dich geliebet, wiß,
Doch Du brachst zweimal, was Du erst geschworen:
Der Eh’ Gelübt’, der neue Bund zerriß,
In neuem Haß ging neue Lieb’ verloren.

Doch schmäh’ ich Dich um zweier eide Bruch,
Der ich wohl zwanzig brach? O weh der Sünde!
Denn was ich schwor bei Dir, ist schnöder Trug
Und alles Lüge, was ich von Dir künde.

Du wärest gut und lieb, wärst treulos nicht,
Mit Eiden sagt’ ich’s aus; Dich zu verklären,
Schlug ich mit Blindheit meiner Augen Licht,
That, wenn sie sahn, als ob sie blöde wären.

So schwör ich, Du seist schön! o welche Lüge!
Sie zeiget meine Untreu zur Genüge.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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