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Sonett 154 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Der kleine Liebesgott lag einst im Schlaf,
Die loh’nde Herzensfackel neben sich;
Ein keuscher Nymphenchor den Schläfer traf
Auf seinem Weg. Mit Händen, zimperlich,

Entwand die Schönste ihm den Feuerbrand,
Der so viel treue Herzen schon verzehrt:
So ward im Schlaf von jungfräulicher Hand
Der heißen Liebe Kriegesherr entwehrt.

Sie löscht den Brand in einem kühlen Quell,
Der Wärme von der Liebe Glut empfängt;
Zu einem Heilquell wandelt er sich schnell
Für Leidende. So kam ich her, bedrängt

Von Liebesnoth. Doch ob ich ewig bliebe,
Lieb’ wärmt wohl Wasser, Wasser kühlt nicht Liebe.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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