Sonett 136 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Zürnt Deine seel’, ich komme ihr zu nah,
So schwör’ der blinden nur, ich sei Dein Will’;
Und Will’, das weiß sie ja, hat Einlaß da:
So weit die Fordrung meiner Lieb’ erfüll’.

Den Schatz der Liebe häufest Will’ Dir an,
Gar mancher Will’, auch meiner, geht hinein.
Bei großen Summen, das weiß jedermann,
Gilt eins für nichts; und so mag’s immer sein,

Daß ungezählt ich mitgeh’ in der Zahl.
Obgleich als eins ich steh’ im Contobuch,
Zähl’ immer mich für nichts; wenn nur einmal
Mein Nichts Dir Etwas wird, so ist’s genug.

Lieb’ meinen Namen nur, dann denk’ ich still,
Du liebest mich, denn sieh! mein Nam’ ist Will’.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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