Sonett 139 — Ferdinand Adolph Gelbcke

O wolle nicht, daß ich auch noch vertheid’ge
Dein Unrecht, wenn Du hart und grausam bist!
Nicht mit den Augen, mit dem Mund beleid’ge;
Macht gegen Macht, doch tödte nicht durch List.

Sag’ mir, Du liebst wen anders, aber blicke,
Wenn ich dabei bin, so nicht andre an;
Warum mir wehethun durch List und Tücke,
Der ich mich Deiner Macht kaum wehren kann?

Entschuld’gend sprech’ ich wohl: mein Lieb wir meinen,
Zu feindlich waren ihre Blicke mir,
Drum läßt sie sie nach andrer Seite scheinen,
Damit sie dort ihr Uebles thun, nicht hier.

Doch thu’ es nicht; ich bin ja schon halbtodt,
Zück’ Deinen Blick und ende meine Noth.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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