Sonett 140 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Sei weise, wie Du grausam bist, und quäle
Geduld, die schweigende, nicht gar zu arg;
Daß Qual nicht Worte leih’, und ich erzähle,
Was ich, Du Unbarmherz’ge, still verbarg.

Könnt’ ich Dich klugheit lehren, würd’ ich sagen:
Sprich mir von Liebe, fühlst Du sie auch nicht,
Wie Todeskranken, wenn sie mürrisch klagen,
Der Arzt noch immer von Gesundheit spricht.

Denn packt mich Wahnsinn, läßt Du mich verzweifeln,
So schmäh’ ich in der Tollheit Dich, mein Kind;
Nun ist die Welt so voll von häm’schen Teufeln,
Daß böser Leumund will’ge Ohren find’t.

Dies zu verhüten, daß man Dich nicht schmähe,
Blick her zu mir, wohin Dein Herz auch gehe.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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