Sonett 143 — Ferdinand Adolph Gelbcke

Wie eine Hausfrau, die bemüht, das Huhn,
Das ihr entflogen, wieder einzufangen,
Ihr Kind zur Erde setzt und eilig nun
Dem Thiere folgt mit heftigem Verlangen;

Indeß das Kind, das sich verlassen sieht,
Mit lautem Schreien nach der mutter jaget,
Die nur im Auge hat, was ihr entflieht,
Und nicht beachtet, wie das Kindlein klaget:

So jagst auch Du nach dem, was flieht vor Dir,
Und ich, Dein Kindlein, folg’ Dir auf den Füßen;
Doch fingst Du’s ein, so kehr’ zurück zu mir
Und herze mich, wie Mütter thun, mit Küssen.

Ja, kehre nur zurück und mach’ mich still,
Dann wünsch’ ich, daß Dir werden mög’ – Dein Will’.

In Übersetzungen von Ferdinand Adolph Gelbcke

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